Einleitung

Der Larynxtubus dient der vorläufigen Atemwegssicherung bei Reanimationen oder als Atemwegssicherung bei schwierigem Atemweg. Sein Handhabung ist einfach zu lernen, im Rahmen einer Reanimation ist er schnell platzierbar und erlaubt die kontinuierliche zeitgleiche Thoraxkompression und Beatmung. Er reduziert so die Unterbrechungen bei Reanimationen.1)Lukas et al.: Einsatz des Larynxtubus durch Rettungsassistenten reduziert Unterbrechungen der Reanimation. Notfall + Rettungsmedizin. 2015: 29-34 Er ist kein sicherer Aspirationsschutz. Der eintreffende Notarzt sollte in der endotrachealen Intubation geübt sei und ihn zeitnah – ohne die Reanimationsqualität zu stören – durch einen Endotrachealtubus ersetzen.

Durchführung

Der Patient und das Material werden vorbereitet. Idealer Weise liegt der Patient auf dem Rücken, aber auch die Platzierung im Sitzen (z. B. eingeklemmt im Auto) ist möglich. Das Material wird vorbereitet und geprüft. Der Tubusconnector hat eine Farbmarkierung (hier gelb), auf der Spritze sind mehrere Farbmarkierungen. Die Spritze wird mit dem passenden Volumen (gelbe Markierung) von Luft gefüllt. Die Kappe auf dem Spritzenconnector zum Cuff dient der Entlüftung und wird erst nach dem Platzieren entfernt.

Der Mund des Patienten wird geöffnet. Hygienisch ist es, wenn man dabei die Zähne nicht (mit den Handschuhen) anfassen muss.

Der Tubus ist leicht gebogen. Er wird mit der Spitze voran und der konkaven Seite nach kaudal über die Zunge in den Rachen geschoben bis zu einem federnden Widerstand.

Der Tubus liegt nun ein. Wenigstens eine der drei schwarzen Markierungen am Tubus ist noch oberhalb der Zahnreihe sichtbar. Die gemäß Farbcodierung voreingestellte Blockerspritze wird aufgesetzt und vollständig entleert. Der Tubus justiert sich nun im Rachen und soll und darf einige Millimeter wieder herauskommen. – Also den Tubus dabei nicht festhalten. – Die dicke (mittlere) schwarze Markierung ist jetzt etwa in Höhe der Zahnreihe.

Nach einer Testbeatmung (nicht gezeigt) wird der Tubus mittels beiliegender Tubusfixierung gesichert.

Ein in der Intubation geschulter Arzt, der Notarzt oder der Arzt des Herzalarmteams wird den Larynxtubus wegen des bessern Aspirationsschutzes zeitnah durch einen Endotrachaeltubus ersetzen.

Weitere Maßnahmen

Quellen   [ + ]

1. Lukas et al.: Einsatz des Larynxtubus durch Rettungsassistenten reduziert Unterbrechungen der Reanimation. Notfall + Rettungsmedizin. 2015: 29-34